Morello / Francel / Faller – Living is easy, mostly

Release 18.03.2022

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Artikelnummer: FM 324 Kategorien: , , ,

Beschreibung

Drei Freunde, die sich über Jahre in verschiedensten Formationen um die Welt bewegt haben. Drei extravagante Exponenten der europäischen Jazz- und Weltmusik-Szene.

In diesem neuen Trio kommen sowohl ihre herausragenden individuellen Qualitäten als Spieler, als auch ihr blindes Zusammenspiel zur vollen Geltung. Intimes Interplay, facettenreiche Grooves, virtuoser Erfindungsgeist und kunstvoller melodischer Kontrapunkt kennzeichnen das Ensemble. Dass sich alle drei auch als Komponisten profiliert haben, spiegelt sich im abwechslungsreichen Programm ausgewählter Eigenkompositionen wieder.

Die Musiker berichten: „Die Songs sind größtenteils in der Zeit entstanden, als wir an diesem Album gearbeitet haben. Wobei Arbeit eigentlich kein treffendes Wort für unser lustvolles interaktives Spiel ist.“

Man zog sich also tagelang in Sven Fallers Studio zurück und feilte an den Stücken.

Entre As Ondas (Between the Waves / Zwischen den Wellen) ist inspiriert von einer abenteuerreichen Musik-Segelreise, an der Paulo Morello als Gitarrist von Francels Band Quadro Nuevo teilnahm. Es wurde zum sanftwelligen Bossa Nova.

Auf Just The Two Of Us Again spielt Francel virtuos sein bis zum tiefen A verlängertes Sopran-Saxophon. Zu seiner Komposition sagt er: „Ich fand es immer spannend, Elemente des Tango, des Latin-Jazz und der italienischen Canzone mit Improvisation zu verbinden, was für mich persönlich sowohl an die Grenze zum Kitsch als auch ins leicht Schräge gehen kann.“

One For Nieb wiederum widmen die Musiker dem allzu früh verstorbenen deutschen Gitarristen Helmut Nieberle, mit dem sie freundschaftlich verbunden waren. Hier packt Morello seine Gypsy Gitarre aus.

One More Gin For Elisabeth ist ein Good-Old-Times-Foxtrott. Hier erklingt ein Musik gewordener Wunsch des Trios: Einmal im Leben noch mit der englischen Queen an der Bar abzuhängen!

Paulo Morello beschreibt seinen SAD Blues: Dieses Stück ist eine Hommage an unseren Bassisten Sven Faller und dessen Heimatstadt Schwandorf – der Blues ist nicht etwa traurig, sondern eben SAD, so wie das Autokennzeichen der Oberpfälzer Stadt.

Die Musiker waren seit Jahren immer wieder jeweils im 2-er Pack unterwegs:

Morello und Faller spielten zahlreiche Konzerte zusammen mit der belgischen Jazz-Ikone Philip Catherine.
Francel und Morello tourten mit Quadro Nuevo durch Italien und Deutschland.
Faller und Francel lernten sich in den frühen 90er Jahren beim Musikstudium kennen.
Dann verloren sie sich aus den Augen, weil Sven Faller nach New York zog.

Hier hört man sie zu dritt vereint. „Immer wenn wir zusammen kommen haben wir einen Riesenspaß.“

Living is easy, mostly!

Paulo Morello gilt als einer der vielseitigsten Jazzgitarristen Europas. Zusammen mit der Grammy-Gewinnerin Leny Andrade oder dem Bossa Nova-Urvater Johnny Alf gastierte Morello auf den bedeutendsten Europäischen und Südamerikanischen Jazz Festivals. Seine Feuertaufe im Hammond-Trio bestand er als Sideman des legendären Jimmy Smith, den er auf dessen letzter Europa-Tournee begleitete.

Mit seinem Trio „Hammond Eggs“ tourte Morello international mit den Solisten Randy Brecker und Bob Mintzer. Im erfolgreichen Projekt „Night of Jazz Guitars“ spielte er mit Gitarrenlegenden wie dem späten Larry Coryell und Pat Martino. Darüber hinaus arbeitete er mit Paul Kuhn, Billy Cobham, Airto Moreira, Ivan Lins, Raul de Souza, André Ceccarelli, Martin Taylor, Jim Mullen, Don Menza, Howard Alden, Roberta Gambarini und den Orchestern des WDR und des BR zusammen. Aktuell konzertiert Morello ausgiebig mit seinem „Sambop“ Quartett, seinem Trio mit der belgischen Gitarrenlegende Philip Catherine und dem Duo mit dem schwedischen Gitarristen Ulf Wakenius.

Morello ist künstlerischer Direktor des Jazz Institut Berlin und lehrt dort als Professor für Jazzgitarre.

Paulo Morellos Gitarre klingt als hätte es George Benson nach Rio de Janeiro verschlagen”, so die AZ München.

Mulo Francel ragt seit vielen Jahren mit seinem elegant-geschmeidigen Ton wie ein Leuchtturm aus der deutschen Saxophon-Szene heraus. Die hohe Schule der Jazz-Improvisation verwebt sich bei ihm mit Vorlieben für Tango, mediterrane Musizierkunst und alteuropäische Melodien. Mit seinem Ensemble Quadro Nuevo tourte er bis in die entlegensten Bühnen des Globus und gewann zwei Mal den Echo Jazz als bester Live Act.

In den Projekten the Sax & the Sea und Mountain Melody stellte sich der Bläser und Globetrotter ganz neuen Herausforderungen: Saxophon komplett solo an verschiedenen Orten in Meeresnähe, Musik mit abenteuerlustigen Musikerkollegen auf den Gipfeln mythenumwehter Berge aufgenommen.
Mulo Francel ist ein musikalischer Brückenbauer, der sich mit großer Leidenschaft in jedem einzelnen Ton seinen Zuhörern und Mitspielern zuwendet.

Sven Faller hat sich mit seinem melodischen Stil auf dem Kontrabass und als Komponist international einen Namen gemacht. Nach seinem Studium am Mannes College of Music lebte er viele Jahre in New York und reiste für Konzerte zwischen Tromsø, Singapur, Istanbul und Rio um die halbe Welt. Er spielte mit zahlreichen namhaften Künstlern wie Larry Coryell, Konstantin Wecker, Georg Ringsgwandl und Pippo Pollina. Spätestens seit der Veröffentlichung des Konzept-Albums und gleichnamigen Buches „Night Music“ hat er sich auch als Autor und Erzähler etabliert. Jüngstes Ergebnis dieser Arbeit ist das Bühnenprogramm „Transatlantische Geschichten“ mit dem Schauspieler August Zirner.