Mit ihrer „Suite for Dignity“ lädt die Komponistin und Jazzflötistin Isabelle Bodenseh zu einer musikalischen Begegnung ein, die unter die Haut geht: Eine Suite, die Raum öffnet für jene fragile, mutige und zutiefst menschliche Welt, in der Berührbarkeit hörbar wird.
In einer Welt, die zugleich von betörender Schönheit und stillen Sorgen erfüllt sein kann, öffnet die Musik des Trio Sfera ein Tor zu einer Sphäre der Sinnlichkeit – voller Licht, Hoffnung und innerer Bewegung.
Mit seinem Debütalbum „Verschwiegene Lieder“ begibt Trio Sfera sich auf eine Reise in unbestimmte Sphären. Verwurzelt in der Klassik, überschreiten die drei Musiker spielerisch stilistische Grenzen – stets geleitet von der Neugier, wie aus Form und Klang neue ästhetische Landschaften entstehen können. Viele Jahre haben sie als Live-Ensemble den Sänger Konstantin Wecker auf seinen Konzerten begleitet. Längst jedoch haben sie sich als selbstbestimmtes Instrumental-Ensemble emanzipiert und stehen nun als eigenständiges Trio für sich.
„Take your time“ – dieser Satz könnte wie ein unsichtbares Motto über dem Album MOVING schweben. Denn genau so sind diese Aufnahmen entstanden: ohne Hast, mit Zeit zum Atmen, Reifen und Zuhören. Zehn intensive Tage im Studio, getragen von einer Vielzahl an Konzerten zuvor, haben Gitarrist Paulo Morello, Bassist Sven Faller und Schlagzeuger Mauro Martins zu einem Klangkörper verschmolzen, der sich selbstbewusst Sambop Trio nennt.
Hier begegnen sich die Strahlkraft brasilianischer Rhythmen und die Eleganz des modernen Jazz. Ein Trio, das mühelos zwischen einem mitreißenden Choro, einem funky Oktavgroove und einer Ballade im Bolero-Tempo wandelt – mit einer Selbstverständlichkeit, als seien Samba, Choro und Bebop schon immer füreinander bestimmt gewesen.
Jedes Stück erzählt eine eigene Geschichte: Das eröffnende „The Birds and the Bees“ stammt von Attila Zoller, einem Mentor Morellos in New Yorker Zeiten – eine Verneigung vor einer prägenden Künstlerfreundschaft. „Entre as Ondas“ trägt die Leichtigkeit eines sonnendurchfluteten Nachmittags am Strand, während „Cookin’ at the Birdland“ den energiegeladenen Puls des vollbesetzten Jazz-Clubs in Neuburg einfängt.
Christian Elsässer (Piano) – Niels Klein (Sax) – Tim Collins (Vibraphone) – Henning Sieverts (Bass) Fabian Arends (Drums)
Leben ist Veränderung. Im besten Falle entsteht daraus einfallsreicher Jazz. So geschehen im neuen Album „The Move“ des Pianisten Christian Elsässer. Nach Jahren intensiver Arbeit mit Bigbands und Orchestern in der Rolle des Komponisten, Arrangeurs und Dirigenten präsentiert sich Christian Elsässer nun auf seinem neuen Quintett-Album von einer besonders intimen und kammermusikalischen Seite.
„Die Arbeit an der Musik für die vorliegende Aufnahme fiel in eine Zeit großer persönlicher Veränderungen. Die wichtigste davon war die Entscheidung meiner Frau und mir, München hinter uns zu lassen, um auf dem Land ein neues Zuhause für unsere Familie zu schaffen.“ Dieser emotionale Wandel – durchzogen von Aufbruchs-stimmung, Wehmut und dem Zauber neuer Anfänge – spiegelt sich wie ein roter Faden in der Musik des Al-bums wider.
Die Wahl der Musiker und der damit verbundenen Instrumentierung hatte maßgeblichen Einfluss auf die Um-setzung der kompositorischen Ideen. „Für diese Aufnahme habe ich vier langjährige Weggefährten eingeladen, mit denen ich bereits in unterschiedlichsten musikalischen Zusammenhängen gearbeitet habe – jedoch nie in genau dieser Besetzung. Beim gedanklichen Zusammenstellen des Bandsounds begeisterten mich sofort die vielfältigen farblichen Möglichkeiten, die sich durch die Kombination der Instrumente ergaben.“
Mit The Move schafft Christian Elsässer ein musikalisches Tagebuch des Wandels: Eine Reise voller Abschiede und Neubeginne, geprägt vom Heranwachsen einer Familie und den stillen, doch tiefgreifenden Veränderun-gen, welche die Zeit mit sich bringt. Es thematisiert Bewegung in seinen tief gründenden Facetten, vom ein-schneidenden Umzug an einen anderen Ort bis zu den kleinen und großen Schritten in ein neues, naturnahes Leben. In Stücken wie Birds, Morgentau und Wiegenlied entstehen hierzu Klangbilder, die sich der reichhaltigen Palette des modernen Jazz bedient. Andere Eigenkompositionen wie Kanon oder Circles & Corners hingegen beschreiben schon im Songtitel Elsässers originelle Konstruktionsideen. Ebenso Short Story No. 2, dessen selbst gesetzte Vorgabe es war, auf ein einzelnes Notenblatt zu passen, im Gegensatz zu Arrangements für große Ensembles, die üblicherweise eine Vielzahl von Notenblättern erfordern.
Der Pianist, Komponist und Arrangeur Christian Elsässer gilt als eine der vielseitigsten Stimmen des zeitgenössi-schen Jazz in Europa. Zu seinen regelmäßigen Auftraggebern gehören Spitzenensembles wie das Metropole Orkest (dreifacher Grammy-Gewinner), das Scottish National Jazz Orchestra und alle vier deutschen Rundfunk-Bigbands (WDR, HR, NDR, SWR). Er arbeitete mit Künstlern wie Dee Dee Bridgewater, Kurt Elling, Aaron Parks und Mike Stern und ist Professor für Komposition und Jazz-Piano an der Hochschule für Musik und Theater München.
Nomen est omen! Das Trio versteht sich im besten Sinne seines Namens als reisender Botschafter akustischer Weltmusik – jenseits gängiger Genregrenzen. In seinem Spiel verbinden sich Elemente der französischen Valse Musette, des Jazz, brasilianischer Samba und Bossa Nova, die melancholischen Bandoneonklänge eines Astor Piazzolla und die rhythmische Fülle des Balkans zu einem vielschichtigen Klangbild. Trotz der musikalischen Vielfalt bewahren die drei Musiker stets eine unverkennbare Handschrift. Ihre Arrangements wirken niemals collagehaft, sondern entwickeln sich mit natürlichem Fluss, Esprit und persönlichem Ausdruck.
Vladislav Cojocaru (Akkordeon), Vlado Grizelj (Gitarre) und Giorgi Makhoshvili (Bass) stammen aus Moldawien, Bosnien-Herzegowina und Georgien. Bedingt durch den biografischen Hintergrund der Musiker ist ihre Phrasierung durchwoben von osteuropäischen Verzierungen und lyrischer Melodik.
Die Stücke, aus der Feder der Ensemblemitglieder, erzählen von Unabhängigkeit, Lebensfreude und innerer Beweglichkeit. In einem Moment zart und verwegen, im nächsten aufbrausend und voller Emotion – das Klangspektrum ist weit. Stolz und Bodenhaftung sind ebenso präsent wie die Freude am virtuosen Spiel. Im Zentrum stehen dabei die Eleganz der französischen Musette und die rhythmische Raffinesse des Jazz.
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