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Happy-Release-Day: Anna Carewe & Oli Bott – Timescapes

Nun endlich im Handel und online erhältlich: Die Neue von Anna Carewe & Oli Bott – Timescapes

Mit Cello und Vibraphon auf einer Zeitreise von Alter Musik bis Neuer Musik mit Ausflügen zu Jazz und Improvisationen. Kompositionen von Ortiz, Bach, Vivaldi, Grieg, Satie, Ellington und Piazzolla.

Anna Carewe und Oli Bott spielen Musik ohne Grenzen: Ernste Musik, Unterhaltende Musik, Alte Musik, Neue Musik, Kompositionen & Improvisationen. Sie lassen die Grenzen zwischen den Genres und Epochen verschwinden und verführen das Publikum, neue Klänge zu genießen und bekannte Klänge neu zu erfahren.

Das Duo spielte auf Festivals wie Beethovenfest Bonn und Musikfest Stuttgart und in Konzerthäusern wie Philharmonie Berlin und Concertgebouw Amsterdam.

Die englische Cellistin Anna Carewe erlangte im Alter von 16 Jahren in ihrer Heimat erstmals landesweite Aufmerksamkeit, als sie Preisträgerin des BBC-Wettbewerbs “Young Musician of the Year” wurde. Im selben Jahr spielte sie Elgars Cellokonzert in der Londoner Royal Festival Hall, machte erste Aufnahmen für den Hessischen Rundfunk und begann ihr Studium an der Royal Academy of Music in London bei Florence Hooton und David Strange. Nach ihrem Abschluss mit Auszeichnung im Alter von 20 Jahren ging Anna nach Berlin, um ihr Studium bei Wolfgang Boettcher an der Hochschule der Künste und anschließend als Stipendiatin der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker fortzusetzen. Als Solocellistin des Ensemble Oriol (jetzt Kammerakademie Potsdam) wurde Anna fester Bestandteil der Berliner Musikszene. 2007 verließ sie das Ensemble, um sich verstärkt ihren eigenen Projekten zu widmen.

Oli Bott studierte Vibraphon und Komposition am Berklee College of Music in Boston bei Lehrern wie Gary Burton und Bob Brookmeyer und schloss mit summa cum laude ab. Er lebt als freischaffender Musiker in Berlin. Er bekam mehrere Stipendien des Berliner Senats und Kompositionsaufträge für sein Jazzorchester. Als Sieger bei internationalen Wettbewerben wie NDR-Musikpreis für Jazzdirigenten, 1. Preis Leipziger Improvisationswettbewerb und Europe Jazz Contest und Wayne Shorter Award, USA spielte er zahlreiche Konzerte im In- und Ausland. Oli Bott trat bei folgenden Festivals auf: WOMAD Festival (UK), Kalkutta Jazz Festival (Indien), Europäisches Festival Izmir (Türkei), Schwetzinger SWR Festspiele, Schleswig Holstein Musik Festival, Beethovenfest Bonn, WDR Jazz Festival Köln, Händel Festspiele Halle, Musikfest Stuttgart, Palatia Jazzfestival, Jazz Across the Border Festival Berlin, Internationales Jazzfest Hamm, Jazzherbst Burghausen, Jazzfestival Würzburg, Music´n´Migration Berlin. Zu seinen wichtigsten Projekten zählt die Arbeit mit Anna Carewe.

Hier zum Reinhören und Bestellen, die Neue von Anna Carewe und Oli Bott Timescapes

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GLM-KÜNSTLER VERRATEN EUCH IHR LIEBLINGSREZEPT UND EMPFEHLEN DIE PASSENDE MUSIK DAZU

Heute machen wir mit unserer Rezeptreihe weiter. Ecco Meineke verrät uns sein Rezept für Paprika mit Couscous:

So leicht kann´s gehen und so lecker sieht das dann aus.

Zutaten:

  • 2 Paprika
  • Olivenöl
  • 1 ½ Tassen cous cous
  • Rosinen
  • Cashew Kerne

Zubereitung:

Für die Zubereitung die Paprikaschoten halbieren, das Kerngehäuse und die inneren weißen Häute entfernen.
Paprika innen und außen unter kaltem Wasser abspülen.
Anschließend die Paprikaschoten in mundgerechte Teile schneiden.
In einem Kochtopf 1 EL Öl erhitzen, die nassen Paprikastücke sanft schmoren lassen.

Etwas mehr Wasser als Couscous zum Kochen bringen, den Couscous in eine Schüssel geben. Dann das heiße Wasser langsam mit Butter, Salz und Olivenöl daruntermischen, Zeit lassen, damit der Couscous schön bröselig bleibt. Rosinen und Cashewkerne dazu.

Das war es schon!

 

Was könnte musikalisch besser dazu passen als schöne Chansons

(Album „Blattgold“ von Ecco Meineke und Andy Lutter”)

Hier geht´s zum Album mit Hörproben

 

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Happy-Release-Day: Gregor Hübner – El Violin Latino Vol. 3: Los Soñadores

Heute erscheint Gregor Hübners El Violin Latino Vol. 3: Los Soñadores

Als Geiger ist man – Stephane Grappelli hin, Didier Lockwood her – im Jazz immer ein Exot. Was den Vorteil hat, dass man auch exotische Dinge machen und dafür weiter über den Jazz-Tellerrand hinausblicken kann als andere Instrumentalisten. Gregor Hübner ist dafür das perfekte Beispiel. Aus einer Geiger-Dynastie stammend, ist der 51-jährige Stuttgarter natürlich klassisch ausgebildet, und das immerhin in Stuttgart beim berühmten Gerhard Voss vom Melos Quartett und in Wien. Früh interessierte er sich aber auch schon für freieres Musizieren, und so studierte er anschließend Jazz an der Manhattan School of Music. Seitdem, also inzwischen seit mehr als 20 Jahren, hat Hübner seinen Hauptwohnsitz in New York, auch wenn ihn Konzerte, Kooperationen und Lehraufträge – seit einiger Zeit ist er Professor an der Münchner Musikhochschule – immer wieder in die Heimat ziehen.

In den USA entstanden aber nicht nur die meisten seiner vielbeachteten Jazzprojekte (vom Trio mit Richie Beirach bis zur Zusammenarbeit mit Uri Caine oder Daniel Schnyder) und das Sirius Quartet, sein weltweit gefeiertes, für eine genreverbindende moderne Kammermusik gefeiertes Streichensemble. Dort bot sich auch das Terrain für Studien zur lateinamerikanischen Musik, die Hübner ebenfalls schon sehr früh fasziniert hat – noch als Schüler in Stuttgart hatte er unter anderem mit seinem Bruder Veit die Gruppe „Tango Five“ gründet, die als Spaßband Berta Epple bis heute besteht. Die intensive Beschäftigung mit Tango, Rumba, Samba und Co und die Begegnungen mit dessen herausragenden Stilisten kulminierte 2010 in dem von der Kritik wie vom Publikum begeistert aufgenommenen Album „El Violin Latino“. Als erster erforschte Hübner darauf die Rolle der Violine in der traditionellen Lateinamerikanischen Musik und stellte Standard-Arrangements eigene Kompositionen gegenüber. Noch einen Schritt weiter ging 2015 die Fortsetzung des Projekts: mit einer brasilianischen, einer argentinischen und einer kubanischen Band ließ Hübner die wichtigsten Stränge der Latin Music kontrastreich und in neuen Konstellationen aufleben.

Endlich folgt nun nach längerer intensiver Vorbereitung der dritte Streich: „El Violin Latino Vol. 3: Los Soñadores“ konzentriert sich, wie schon der Titel verrät, ganz auf Kuba und seinen musikalischen Kosmos des Son. Aber natürlich auf ungewohnte, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtete Weise. So entpuppt sich schon der im klassische entspannten Bolero-Groove daher rollende Opener als John Coltranes Klassiker „Equinox“. Perkussiver und zugleich melancholischer wird es mit Pedro Florez‘ Klassiker „Obsesión“, der auch die famose, aus Curaçao stammende Sängerin Yumarya einführt. Zurück in die späten Neunzigerjahre, als er Mitglied in Johnny Almendras Kult-Combo Los Jovenes Del Barrio war, führt Hübener den Hörer  mit „Zapato Apretao“: Das Stück greift die Tradition der Charangas auf, der mittelgroßen, aus den „Orquesta tipica“ hervorgegangenen, stark vom Son beeinflussten kubanischen Ensembles der Vierzigerjahre. Man darf ohne Scheu an den Buena Vista Social Club denken.

Doch Hübner bildet natürlich ein viel breiteres Spektrum der kubanischen Musik ab. Mit seinem „Cuban Blues“  hat er Yumarya einen verzinkten, modernen Son auf den Leib geschrieben; das vom Schlagzeug eingeführte „South Sudan“ veranschaulicht ebenso wie „Yoruban Fantasy“ rhythmisch wie harmonisch die afrikanischen Wurzeln der kubanischen-afrokaribischen Musik. Nicht unterschlagen wird auch, dass der Son nie im luftleeren Raum stand und immer auch gesellschaftliche Phänomene aufgriff und das Zeitgeschehen spiegelte. Hübner knüpft daran mit zwei eigenen Kompositionen an, dem im eindrucksvollen Duo mit dem kolumbianischen Harfenisten Edmar Castaneda gespielten „Para Un Mejor Mundo“, vor allem aber mit dem Titelstück „Los Soñaderos“: Es ist ein bewegendes musikalisches Bekenntnis zu den sogenannten „Dreamers“, den Kindern illegaler Immigranten ind en USA, deren Lage unter der Trump-Administration ungewisser denn je ist. Der Filmemacher Richie Briñez hat dazu auch ein ergreifendes Video gemacht.

Natürlich wäre Hübners Projekt halb so eindrucksvoll ohne seine vertraute, blind harmonierende Band: Pianist Klaus Mueller lässt die Läufe perlen und die Akkorde donnern; Jerome Goldschmidt und Ludwig Afonso sind am Schlagzeug die Herrscher über alle Latin-Rhythmen, Louie Bauzo ihr Pendant an Perkussion; der aus Puerto Rico stammende John Benitez lässt am Bass und Perkussion keine Zweifel an seiner Meisterschaft. Mit Buey Viejo“ geht es zum Schluss gemeinsam zurück zum ersten „El Violin Latino“-Album“. Ganz gemächlich im Clave schwelgend kommt die wahrlich schöne Reise mit dem wieder aufgegriffenen Stück an ihr Ende, getragen auch von der Stimme der Poetin Mappy Torres. Sie war für Gregor Hübner von Anfang an eine der großen Inspirationsquellen für sein „El Violin Latino“-Projekt. Anfang dieses Jahres ist sie gestorben – so ist „Los Soñadores“ jetzt ihrem Andenken gewidmet.

Das Album können Sie selbstverständlich ab heute bestellen, in Lieblings-Plattenladen (wir hoffen sehr, ihr habt noch einen) einsammeln oder bequem per iTunes / Apple Music / Spotify etc. downloaden und streamen!

Hier gehts zum neuen Album: http://smarturl.it/sonadores

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KURZ NACHGEFRAGT: Heute bei Marie Séférian

♪ Was ist Deine Lieblingsnummer der neuen CD?

♫ La Chanson d’Hélène, ich sehe jedes Mal vor meinem inneren Auge die schöne Romy Schneider wie sie gerade verlassen wird.

♪ Auf welcher Bühne würdet Ihre gerne die Chansons präsentieren? Olympia Paris? Admiralspalast Berlin?…

♫ Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie

♪ Was hat Euch angetrieben, dieses Programm zu erarbeiten?

♫ Die Grundidee war eine Chanson-CD mit unseren beiden Stimmen zu machen. Wir hatten zwei Themen, die uns gefallen haben. Das eine Thema war Norbert Glanzberg und das andere Französische Filmmusik. Ich selber war sehr begeistert von der Idee Norbert Glanzberg Kompositionen aufzunehmen und dem jüdischen “inkognito” Komponisten ein Gesicht zu geben. Mein Vater war für die Filmmusik CD. Ich habe dann angefangen viele viele Filme zu schauen und war hin und weg. Viele Filme kannte ich garnicht – ich kannte nur die Musik. Die Arbeit an der CD hat in mir auf jeden Fall eine große Liebe zu dem französischen Nouvelle Vague Film entfacht. Vielleicht gibt es ja schon bald Volume II 🙂

 

Hier könnt Ihr das neue Album bestellen: http://smarturl.it/unhommeetunefemme

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KURZ NACHGEFRAGT: Heute bei Ecco Meineke

♪  Was ist Eure Lieblingsnummer auf der CD?

♫ Ich persönlich mag die “Pastinaken-Polka” am liebsten. Wo immer wir sie spielen,
gibt es heftigen Applaus. Der allgemeine systematische mediale Hype um Migranten
und Flüchtlinge geht doch mehr Menschen auf die Nerven, als man denkt.
Es freut mich auch, dass es noch genügend Publikum gibt, das politische satirische
Texte gut und wichtig findet.

♪  Auf welcher Bühne würdet Ihre gerne die Chansons präsentieren? Olympia Paris? Admiralspalast Berlin?…

♫ Hah, natürlich Paris, ein französisches Lied von mir ist ja immerhin auf dem Album,
Ein Charles Aznavour-Chanson in deutscher Bearbeitung ebenso.
Als ich mit meine “Ecco DiLorenzo Jazz Quartett” im “Caveau de la Huchette” auftrat,
gab ich sein formidables “Formidable” zum Besten.
Aber nun ersthaft:
Ich wäre schon echt froh, beim Nürnberger Bardentreffen dabei sein zu dürfen, bei
“Songs an einem Sommerabend” in Kloster Banz oder in der “Bar jeder Vernunft” in Berlin.

♪  Was hat Euch angetrieben, dieses Programm zu erarbeiten?

♫ Ich hatte einfach so viele schöne Lieder in der Schublade, die nur für dieses
Genre geignet sind. Und es macht einfach Spass, wenn ab einem gewissen Alter
die Hit-Jagd fragwürdig wird und man sich besinnt, ob es nicht Zeit wäre, auch
mal ernsthafte und persönliche Texte zu hinterlassen.