Geschrieben am

Happy-Release-Day: STEFANIE BOLTZ – MIDWINTER TALES

Die Winterzeit birgt eine ganz besondere Energie. Jahrhunderte vor Glühwein und Weihnachtsplätzchen hatte diese Zeit bereits eine magische Wirkung auf unsere Vorfahren. Singer-Songwriterin Stefanie Boltz hat es vor allem der „Midwinter“, die Wintersonnenwende, angetan – wenn die Tage kürzer werden, man am Kamin zusammen rückt, zur Ruhe kommt und der Seele die Sehnsucht nach dem Frühling einräumt.

Stefanie Boltz ist eine Geschichtenerzählerin: Eigene, fremde, erfundene oder an langen Midwinter-Abenden ausgeschmückte Geschichten. In ihren „Midwinter Tales“ erzählt sie von einer Liebe, die den Winter nicht überlebt („Im Schnee verbrennen“) und einer, die eben dort beginnt („April Skies“). Es geht um Stille und Kontemplation („Midwinter“) oder deren bedrückende Wirkung („The Sound of Silence“), das Erwachen aus der Winterstarre („Sehnsucht“), aber auch die trügerische Erlösung im Winterschlaf („Narkose“). „Christmas Card From A Hooker“ von Tom Waits ist die verklärte Rückschau einer Strafgefangenen und ihr Blick auf das Licht am Ende des Tunnels. Natürlich kommt ein Album, das zeitnah zum Fest der Liebe veröffentlicht wird, nicht ohne Liebe aus.

Weitere Informationen gibt es hier: https://www.glm.de/produkt/stefanie-boltz-midwinter-tales/

Die Musik zum Reinhören und Bestellen: https://smarturl.it/boltzmidwintertales

Die Tourdaten von Stefanie Boltz finden Sie hier: https://stefanieboltzdates.tumblr.com/

 

Geschrieben am

Happy-Release-Day: KOSCHITZKI PEREIRA – BRAZILIAN BLUES

Brazilian Blues, das neue Album des Duos Koschitzki/Pereira, ist Fortsetzung und Expansion zugleich. Anfang 2011 legten Stefan Koschitzki (Saxofon, Klarinette, Flöte) und Fabiano Pereira (Gitarre) im Verbund mit zwei Kollegen im Band-Kollektiv Mit4spiel5 eine musikalische Fährte, die reichlich Spielraum für zukünftige Großtaten schuf. Exzellente solistische Finessen gingen seinerzeit spielerisch-leicht den Verbund mit Musik gewordenen Emotionen ein – lässig und anspruchsvoll zugleich. Das Magazin Jazzthing lobte das Album als „gelungen-cleveres Debüt“.  Dreieinhalb Jahre später, im November 2014, reüssierten Koschitzki/Pereira mit dem Album Brasil Antigo als Zweimann-Band. Reich an musikalischer Historie, ließen die beiden Musiker darin mit einer handverlesenen Auswahl an Choro-Originalen diese beinahe vergessene, brasilianische Liedtradition  wiederaufleben. Juvenil, sehnsüchtig und voller emotionalem Feuer im Zusammenspiel, war Koschitzki/Pereira mit dem Album ein kleines Meisterwerk gelungen, das gerade wegen seiner verhältnismäßig intimen Zwiesprache immer noch groß klingt. Und wieder jubelte die Presse: „14 Lehrstücke für alle Möchtegern-Brasilianer auf den billigen Plätzen“, titelte etwa Jazz Podium.

Für das Album Brazilian Blues haben Stefan Koschitzki und Fabiano Pereira ihr musikalisches Vokabular nun beträchtlich erweitert. Dem Pop wie dem Jazz gleichermaßen zugewandt, umgeht das Duo stilistische und kulturelle Grenzen und bleibt gerade deshalb tief im musikalischen Selbstverständnis Brasiliens verwurzelt. Das Land voller Gegensätze und Widersprüche vereint Tradition und Moderne vollkommen selbstverständlich. Koschitzki/Pereira tragen dieser Unbekümmertheit mit Brazilian Blues Rechnung.

Weitere Informationen auf der Künstlerseite bei GLM Music:
https://www.glm.de/kuenstler/koschitzki-pereira/

Hier gehts zur Musik: https://smarturl.it/brazilianBlues

Die Tourdaten gibts hier: https://koschitzki-pereira.de/events/

Geschrieben am

KURZ NACHGEFRAGT: Heute bei Stefanie Boltz

♪  Dein neues Album Midwinter Tales erscheint am 29.11.2019. Wir hören ein Album von Stefanie Boltz, für die ruhige Zeit. Kann man es als Weihnachtsalbum bezeichnen?

♫ Die sogenannte „ruhige Zeit“ ist natürlich alles andere als ruhig. Der Dezember ist vielleicht sogar die hektischste, an Terminen, Erwartungen und Konsumverhalten vollste Zeit des Jahres.

Wir werden als Konsumenten mit Angeboten bombardiert, natürlich auch mit vielen unerträglichen, auch musikalischen Klischees. Kaum einer hat noch die Chance, die ruhige Qualität dieser Zeit zu erspüren. Ein großer Widerspruch. Neben der ruhigen Qualität, (und im christlichen Kontext natürlich die Geburt Jesu) prägt diese Zeit die große Wende von den dunkelsten Tagen und längsten Nächten hin zur Wiederkehr des Lichtes.

Die größte Rückzugsenergie und Stille liegt in den Raunächten zwischen den Jahren. Die starken Naturkräfte die zu dieser Zeit am Wirken sind, haben mich immer schon beeindruckt und ich habe immer versucht, ihnen Raum zu geben. Ich habe in diesen Tagen im Übrigen sogar meinen Sohn geboren.

Das Album Midwinter Tales ist all diesen Themen gewidmet. Ausgehend von der Wintersonnenwende machen die Geschichten musikalisch und textlich einen breiten Fächer auf. In Stille und Kontemplation, wie bei Midwinter, und in deren bedrückender Wirkung, wie in The Sound of Silence, in das Sehnen, dafür steht Sehnsucht, in die vermeintlich narkotische Erlösung durch den Winterschlaf, Narkose, in Geschichten von Liebe, die den Winter nicht überlebt oder dort beginnt, Im Schnee verbrennen, April Skies), so wie meiner erste eigene Liebesgeschichte als Teenager kurz vor Weihnachten begann.

Menschen handeln und fühlen zu dieser Zeit anders als im Sommer, sie schreiben andere Drehbücher und Geschichten, und Briefe, Christmas Card from a Hooker in Minneapolis.

So ist Midwinter Tales kein Weihnachtsalbum, es ist inspiriert vom Winter und der Wintersonnenwende, darf aber gern zu Weihnachten verschenkt und das ganze Jahr gehört werden.

Ich wollte im Dezember immer mit einem Programm auf Konzertbühnen stehen, das ich selber gern höre, und das mich mit dem Publikum in diese Zeit nimmt, ohne Klischees zu bedienen.

 

♪ Welcher Song ist für Dich das Highlight des Albums?

♫ Der vielfältige Reigen musikalisch, textlich und sprachlich hat mich bei den Midwinter Tales gereizt. Das Schöne ist ja an einem Album, das man eine Dramaturgie gestalten darf, von Anfang bis Ende. Klar ist das im digitalen Zeitalter von streaming mittlerweile verwaschen, macht für mich aber immer noch den Sinn aus, überhaupt Alben zu machen. Und ich glaube es gibt auch noch genug Hörer, die das auch interessiert.

Alle Songs haben ihre Geschichte und mich durch die verschiedenen Besetzungen/Instrumentierungen und Sprachen jeweils unterschiedlich gefordert.

Die Arbeit mit der Cellistin Fany Kammerlander schwebte beispielsweise mir schon lange vor, und nun haben wir es endlich umgesetzt. Die Farbe des Cellos war eine große Bereicherung, wir haben kammermusikalische Elemente entwickelt wie bei Spuren, oder die filigranen Pattern gemeinsam mit Martin Kursawe an der Gitarre bei Sehnsucht. Diese beiden Stücke bewegen mich auf eine besondere Art.

Auf der anderen Seite hat es unheimlich Spaß gemacht, den Ausbruch aus der bedrückenden Stille, von der Paul Simon bei The Sound of Silence schreibt, im Quartett mit meinem Schlagzeuger Tilman Herpichböhm auszugestalten.

Eines meiner Lieblingsstücke ist schon vor der Entstehung des Albums immer die Tom Waits – Story Christmas Card from a Hooker in Minneapolis gewesen. Das Lügenkonstrukt einer Gefängnis-Insassin in Weihnachtskartenform ist einfach unfassbar bewegend, und musikalisch rundet das Gitarrensolo von Paulo Morello das Stück in unserer Version für meinen Geschmack so richtig ab.

 

♪ Wir hören sowohl englischsprachige Songs aus eigener Feder aber auch Songs mit deutschen, von Dir geschriebenen Texten. Was macht für Dich den Unterschied aus?

♫ Natürlich einen sehr großen. Eigentlich stellt man sich fast ein Bein, die Sprachen zu mischen, so anders ist der Gestus, und das, was es mit meinem Ausdruck als Interpretin macht, und somit der Wirkung des Songs.

Aber wie so oft habe ich Ungeplantes willkommen geheißen, und versucht, nicht mit konzeptioneller, kopfiger Zensur zu beschneiden, was sich da auf den Weg machte.

Unsere Konzepte und Kategorien sind ja meist zu eng gesteckt. Jedes Stück wollte eben in genau der jeweiligen Sprache und Instrumentierung, als Original oder als Fremdkomposition aufs Album.

Mit dem Englischen verbinden mich unzählige Erfahrungswerte von Konzerten, Proben, Studioproduktionen der letzten 25 Jahre. Mit dem Englischen bin ich quasi musikalisch sozialisiert. Selber Songs zu schrieben hat sich mit den Jahren entwickelt, und das in deutscher Sprache zu tun, ist nun eine neue Facette zu arbeiten.

Das Deutsche hat für mich fast etwas absurd jungfräuliches, auch wenn es meine Muttersprache ist. Es ist sehr ehrlich und zeigt mir sofort, wenn ich mich abseits eines authentischen Weges bewege.

 

Weitere Informationen über die Künstlerin gibt es hier bei GLM Music: https://www.glm.de/produkt/stefanie-boltz-midwinter-tales/

Die Musik zum reinhören gibt es hier: https://smarturl.it/boltzmidwintertales

Hier gehts zu den aktuellen Tourdaten: https://stefanieboltzdates.tumblr.com/

Geschrieben am

Happy-Release-Day: MULO FRANCEL & CHRIS GALL – MYTHOS

Zwei schillernde Gestalten der europäischen Musiklandschaft treffen sich im Dialog.

Chris Gall hat wie kaum ein anderer deutscher Pianist in den letzten Jahren die Stilgrenzen des Jazz konsequent und originell erweitert und damit das Publikum vom legendären Jazzfestival Montreux bis zur JazzBaltica begeistert.

Mulo Francel ist Saxophonist und Weltenbummler. Darüber hinaus bekannt als kreativer Wirbelwind des Ensembles Quadro Nuevo. Seit vielen Jahren bereist der mehrfache ECHO-Preisträger spielend die Länder dieser Erde. Von Bayern über den Balkan bis Bolivien.

Im Duo präsentieren sie nun einen faszinierenden Kosmos aus virtuosen Improvisationen, hypnotisierenden Minimal-Music-Elementen, feinsinnigen Grooves, Neu-Deutungen klassischer Werke, zauberhaft-impressionistischen Klangbildern und atmosphärischen Balladen. Ihre Musik nährt sich von den Begegnungen mit den Menschen, ihren Kulturen, ihren Mythen.

Hier gehts zu den ersten beiden Videos:
Yorkes Guitar

Die sieben Weisen

Weitere Informationen auf der Künstlerseite bei GLM Music:
https://www.glm.de/produkt/mulo-francel-chris-gall-mythos/

Hier gehts zur Musik: https://smarturl.it/mythosfrancelgall

Geschrieben am

KURZ NACHGEFRAGT: Heute bei The Huggee Swing Band

♪  Euer neues Album ist jetzt am 25.10.2019 erschienen. Was ist das besondere an diesem Album im Vergleich zu den Vorgängern?

♫  Zum ersten Mal ist Gesang dabei: Franziska Schuster. Eine fabelhafte Sängerin, die besser nicht hätte zu uns passen können. Außerdem werden Country Songs im Swing Style gespielt, was wunderbar funktioniert. Es ist ein in sich rundes Album von einer Band eingespielt, welche sich hörbar weiterentwickelt hat.

♪  Welcher Song ist für Dich das Highlight des Albums?

♫  Walk The Line – dieser Song ist im Original schon super. Unsere Swing-Interpretation lässt keinen Fuß mehr ruhig. Ich muss gestehen, dass ich ihn selbst schon in Dauerschleife höre 😀 ..und ist mir noch bei keiner eigenen Aufnahmen vorgekommen. Wahrscheinlich liegt es an den Claps, welche am Ende des Songs reinkommen. 🙂

♪  Ihr macht eine umfangreiche Releasetour. Wo startet Ihr, auf welche Location freut Ihr Euch besonders?

♫  Wir starten am 08.11.19 in Offenburg, der Heimatstadt dreier Bandmitglieder. Neben Hamburg, Köln, Dresden, Karlsruhe, Lübeck, Bocholt und Bayreuth spielen wir auch wieder in einem unserer Lieblings-Läden, im Franz Mehlhose in Erfurt. Das ist ein grandioser Familienbetrieb, immer super Stimmung, tolles Publikum und herzliche Menschen.

Weitere Informationen über die Künstler gibt es hier bei GLM Music: https://www.glm.de/kuenstler/the-huggee-swing-band/

Die Musik zum reinhören gibt es hier: https://smarturl.it/huggeeswingband

Hier gehts zu den aktuellen Tourdaten:
https://huggee-swing-band.com/#live