Esther Kaiser

Vita Esther Kaiser
Esther Kaiser gehört zu den deutschen Jazzsängerinnen, die bereits seit vielen Jahren stilübergreifend und vielseitig den heutigen „German Vocaljazz“ prägen. Sie ist Recording Artist, Jazzgesangs-Professorin und eine Livekünstlerin die mit ihren verschiedenen Projekten Jazz und Improvisation mit anderen musikalischen Strömungen zu verbinden sucht.
Esther Kaiser studierte von 1996-2001 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin u.a. bei Jiggs Whigham und Judy Niemack und machte sich bereits während dieser Zeit einen Namen durch die von ihr mitbegründete Vokalgruppe BERLIN VOICES (mehrfache Zusammenarbeit mit der Bigband des Hessischen Rundfunks und verschiedene Auslandstourneen und CD-Produktionen).
1998- 2000 gehörte Esther Kaiser zur Konzertbesetzung des Bundesjugendjazzorchesters (BuJazzO) u.Lg. von Peter Herbolzheimer.

Die ersten drei Alben
2004 debütierte Esther Kaiser mit ihrer CD „Jazz Poems“ (Double Moon Records) als erste Künstlerin der renommierte Reihe „Next Generation“ der Zeitschrift „Jazzthing“.
Es folgten ihre Alben „The moment we met“ (Minor Music, 2006) und „Cosy in Bed“ (GLM, 2009).
Ein Sideproject von Esther Kaiser war das 2012 erschienene Album „*sternklar“ mit zeitgenössischen Arrangements von alten Volksliedern. (Label HGBS)

Das Abbey Lincoln Album
2015 setzte sich die Zusammenarbeit von Esther Kaiser mit GLM fort mit der Veröffentlichung der CD „Learning how to listen – the music of Abbey Lincoln“, einer Koproduktion mit dem RBB.
Hier kommt Esther Kaisers Identität einer musikalischen „Geschichtenerzählerin“ besonders zum Tragen, die das Zusammenwirken von Wort und Klang auf die ihr gegebene natürliche wie tiefgründige Art auslotet. Dies verbindet sie mit der Jazzsängerin und Komponistin Abbey Lincoln, sie baut geradezu darauf auf – daher war es nach Kaisers vielen verschiedenen Projekten und CDs und ihrer eigenen Arbeit als Songwriterin und Texterin nur eine Frage der Zeit, sich in diesem Album einmal komplett der Musik ihrer „Schwester im Geiste“ zu verschreiben.
Die intensive Beschäftigung mit Abbey Lincoln war wiederum Inspiration und Wegbereiter für das folgende und aktuelle Projekt von Esther Kaiser:

Songs of Courage
„Ich habe nach Möglichkeiten gesucht, mich durch mein Medium, die Musik – auch in gesellschaftlichen Themen auszudrücken. Und den Mund aufzumachen – im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist mir wichtig, gerade zur Zeit, mit den momentanen Themen und der Stimmung in der Gesellschaft, dieser teils unversöhnlichen Spaltung zwischen Menschen und Meinungen. (Esther Kaiser)

Esther Kaiser versteht in ihrem neuen Projekt den Begriff „Courage“ als Herzenssache und möchte auf ihrem neuen Album Welten miteinander verbinden um eine gemeinsame musikalische Sprache zu finden für die Themen unserer Zeit. Jazzsounds treffen auf orientalische Klänge, Berliner Jazzmusiker auf geflüchtete Musiker aus Syrien und dem Irak.
Auch das „Courage“-Songmaterial kommt aus verschiedenen Welten – friedensbewegte Songs von Pete Seeger und orientalische Improvisationen treffen auf Stücke von Chick Corea, Suzanne Vega und Hanns Eisler und verbinden sich im jazzigen Weltmusik-Klangidiom der Esther Kaiser. Dies fügt sich auf faszinierende Weise musikalisch wie von selbst und als wären die Stücke schon immer so interpretiert worden.

Dieser neue gemeinsame Sound will aber an mancher Stelle auch bewusst verstören – wenn z.B. beim Bob Dylan Song „Masters of War“ plötzlich die orientalische Kanun des syrischen Musikers Hasan Al Nour erklingt – dann wird der Song und dessen Inhalt ganz automatisch und schmerzhaft nah an die aktuelle politische Situation gerückt.

 

Album Line Up Songs of Courage:

Esther Kaiser voc, Tino Derado – piano, Marc Muellbauer – bass,

Roland Schneider – drums , Hasan Al Nour – kanun, Akram Al-Siraj – cello,

Birgitta Flick – sax, Rüdiger Krause – guitar, Franz Bauer – vibes

 

 

Diskographie Esther Kaiser:

„ Jazz Poems“, 2004 (Double Moon Records)

„The moment we met“, 2006 (Minor Music)

„Berlin Voices – States of Mind“, 2007 (VanDyckRecords)

„Cosy in Bed“, 2009 (GLM)

„Berlin Voices – About Christmas“, 2010 (Hännsler Classic)

„*sternklar“ – Deutsche Volkslieder, 2012 (HGBS)

„Learning how to listen – the music of Abbey Lincoln“, 2015 (GLM)

„Songs of Courage“, 2018 (GLM)

www.estherkaiser.de

Und wem die Originalsongs von Abbey  Lincoln noch fehlen, der findet sie hier:

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