music & spirit for the cold season
Das neue Album des World Music-Ensembles Quadro Nuevo widmet sich der winterlichen Stimmung. Die Musiker, die in ihrer langen Bandgeschichte seit 1996 bereits drei weihnachtliche Alben veröffentlicht haben, sehen December zwar nicht als weiteres Werk dieses Genres, dennoch interpretieren sie darauf Melodien religiösen oder spirituellen Ursprungs.
Sie meinen dazu:
“Figuren wie Jesus, Maria und Josef waren prägend für unsere abendländische Geisteshaltung. Unabhängig davon, ob man gläubig ist, ob man sie als historische Personen oder als Mythen auffasst, kann uns ihre Geschichte Orientierung geben.
Man kann sich im Laufe des Lebens von ihnen entfernen, ihre Spur verlieren, sie immer wieder neu interpretieren und sich ihnen wieder annähern. Gerade in der dunkelsten Zeit des Jahres reflektieren wir besonders intensiv.
Mehr Infos: https://www.glm.de/produkt/quadro-nuevo-december/
Zur Musik: https://glmmusic.de/DecemberWE

Ganze Generationen sind inzwischen mit der Inspiration durch Dorothée Kreusch-Jacob aufgewachsen. Viele hätten jetzt statt Inspiration Musik gesagt, ist das doch das eigentliche Metier der renommierten Schriftstellerin, Musikpädagogin, Konzertpianistin und Liedermacherin.
Bereits das titelgebende Wortspiel „Brazilian Blues“ bricht lustvoll mit verhärtet-tradierten Betrachtungsweisen dessen, was brasilianische Musik ist und was der Blues sein darf. Wohlwissend, wie juvenil-beweglich das Wesen der Musik konstant nach neuen Anknüpfungspunkten und Ausdrucksformen sucht, umgehen Stefan Koschitzki und Fabiano Pereira auf ihrem neuen Album „Brazilian Blues Vol. II“ jegliches Phrasendreschen. Die beiden Musiker, Arrangement-Kunsthandwerker und Komponisten begreifen ihr Projekt „Brazilian Blues“ als Vehikel zur ständigen Erweiterung ihrer kollektiven Musikersprache. Es geht dabei um durchweg Respektables: das Suchen und Finden neuer Haltungen und aktueller Sichtweisen auf traditionelle Musikspielweisen wie Blues und Bossa Nova. Dazu muss man die feinen Nuancen beider Spielweisen natürlich erstmal begriffen haben…
Brasilien wurde mit dem millionenfachen Erfolg des Albums „Getz/Gilberto“ in den 1960er Jahren zum „Land des Bossa Nova“ erklärt, als hätte es sich über Nacht in Aushängeschild oder Postkarte eines einzelnen Musikstils verwandelt. Doch für das Land war das bei weitem kein neues Phänomen. Schon Jahre zuvor hatte Carmen Miranda Hollywood verzaubert, was zur Folge hatte, dass nicht nur Brasilien, sondern ganz Südamerika auf eine Figur reduziert wurde: der Stereotyp des heiteren, ausgelassen feiernden, karnevalesken und naiven Sambamusikers.
Wie für so viele Menschen waren die beiden Pandemiejahre für Kreative wie den Kölner Trompeter, Komponisten und Arrangeur Christian Winninghoff, Mitglied der Jazzkantine sowie des Cologne Contemporary Jazz Orchestras, eine in mancherlei Hinsicht herausfordernde Zeit. Denn Jazz aus dem Elfenbeinturm war nie sein Ding. Energiegeladen und groovig klang seine Musik schon immer, eher geeignet für die Atmosphäre eines dicht gedrängten hitzigen Clubs als für den belüfteten Konzertsaal mit maskiertem Publikum, möglicherweise gar im Schachbrettmuster angeordnet.