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ESSENZA von JAZZ À LA FLUTE – ISABELLE BODENSEH & LORENZO PETROCCA

Jazz a la flute – Isabelle Bodenseh und Lorenzo Petrocca bilden eines von wenigen Jazz-Ensembles, denen man getrost das Prädikat „einzigartig“ verleihen kann. Sie schaffen aus Flöte und Gitarre ein Universum aus mannigfaltigen Klangfarben und Spielsituationen. Wie es nur Virtuosen können, die zugleich phantasievolle Spontankomponisten sind, bedienen sie sich unbeschwert und von Rollenklischees unvorbelastet scheinbar unbegrenzter Möglichkeiten.

Wie gegensätzlich sind die Biographien! Er, der ehemalige Box-Champion aus dem süditalienischen Crotone, der Stadt des Pythagoras, der musikalische Autodidakt. Sie: die Dozentin und studierte Orchestermusikerin, deren Freiheitsdrang und Improvisationsgabe sie zur Vollblutjazzerin prädestinieren. Doch sie ist Halbfranzösin, die einige Zeit in Kuba verbracht hat. Das romanische Temperament und der romantische Ausdrucksreichtum vereint sie zu einem Duo. Sie spielen nicht nur Jazz-Standards, sondern sie setzen neue Standards vor allem in der Rollenverteilung und im Klangfarbenreichtum. Doch das Album ist kein Demonstrationsobjekt, denn „Lorenzo und ich entdecken alles aus der reinen Spielfreude heraus und nehmen uns Zeit für unseren Sound und unsere Arrangements ohne uns irgendwo zu orientieren“. (Isabelle Bodenseh)

(Auszug aus Text von Marcus Woelfe)

Mehr Informationen hier: https://www.glm.de/kuenstler/jazz-a-la-flute/

Zur Musik: https://smarturl.it/essenzajazzalaflute

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Happy Release Day: Heute CROSSING LIFE LINES – MULO FRANCEL

Saxophonist und Weltenbummler Mulo Francel versammelt kreative Musiker mit biografischen Wurzeln in Mittel- und Ost-Europa. Mit beflügelndem Jazz und World Music feiern sie 75 Jahre Frieden zwischen den Ländern. Einen historisch beispiellosen Frieden, der alles andere als selbstverständlich ist. Einen Frieden, den es zu erhalten gilt.

Die Idee zu diesem Album entstand während einer ausgedehnten Konzerttour von Mulo Francels Ensemble Quadro Nuevo durch Tschechien und Polen. In der Begegnung mit unzähligen herzlichen Menschen ließen ihm die Emotionen dieser Reise keine Ruhe. Essenzielle Fragen drängten sich auf: Wie gehe ich mit dem Leid um, das die Generation unserer Großväter verursacht hat? Spricht man es an? Entschuldigt man sich?

Mulo Francel:

„Das Ende des Zweiten Weltkrieges ist über 75 Jahre her. Vorbei die Besatzung, das Internieren, das massenhafte Vergewaltigen und Töten, die Vertreibung aus der Heimat. Vorbei. Zumindest in Mitteleuropa und den angrenzenden Ländern im östlichen Europa.

Ich suchte Kollegen, die mein Anliegen verstehen. Die aufgrund ihrer Biografie einen Sinn für das Überwinden von Grenzen und das Bauen von versöhnenden Brücken zwischen den Völkern haben.

Mir war es wichtig, dass jeder dieser fantastischen Musiker seine schöpferische Kraft auf dem Album frei entfalten kann.“

Mehr Informationen gibt’s hier:

https://www.glm.de/produkt/mulo-francel-crossing-life-lines/

 

Mulo Francel sax

Diknu Schneeberger guitar
Philipp Schiepek guitar

Izabella Effenberg vibraphone

David Gazarov piano
Bernd Lhotzky piano

Robert Kainar drums
Stefan Noelle drums

D.D. Lowka bass
Sven Faller bass

Jiří Bárta cello

 

Das Video zum Titel NAAB gibt’s hier https://www.youtube.com/watch?v=VqNUrinsSPw

Die Musik zum Reinhören und Bestellen https://smarturl.it/mfcrossinglifelines

 

 

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THE NEW GIPSY SOUND – DAVID UND DANINO WEISS QUARTETT

David & Danilo Weiss Quartett - The New Gipsy Sound

Der Gipsy Swing, auch Jazz Manouche oder Hot Jazz genannt, ist bis heute gewissermaßen eine Familienangelegenheit – was auch eine andere gerne verwendete Bezeichnung andeutet: Sinti Swing. Schon immer pflegten die Sinti als mobile Volksgruppe ihre eigene Kultur. Zu ihrem musikalischen Stammvater wurde Django Reinhardt, der mit dem Gitarrenswing seines „Hot Club de France“ den einzigen originär europäischen Stil des frühen Jazz kreierte. Seinem Vorbild eiferten und eifern viele Sinti nach; der Gipsy Swing wird dabei in den Familien von Generation zu Generation ganz ohne Noten tradiert – die meisten Sinti Swinger sind Autodidakten und Intuitivmusiker.

Eine der größten und produktivsten Familien ist die Weiss-Familie. Zahlreiche herausragende Hot-Jazz-Musiker entstammen ihr, der vielleicht bekannteste ist der 2012 gestorbene Gitarrist Traubeli Weiss. Von ihm, ihrem Onkel, lernten auch David und sein Cousin Danino Weiss, und doch schlugen sie wie viele Sinti-Musiker ihrer Generation, also den heute 20- bis 30-Jährigen, neue Wege ein. Schon allein, weil sie sich nicht für Gitarre oder Geige entschieden, die klassischen Lead-Instrumente des Gipsy Swing, sondern David für das Akkordeon und Danino fürs Klavier. Auf diesen Instrumenten wurden sie von vorneherein mit einer breiteren Palette des Jazz groß. Es ist also kein Zufall, dass ihr neues, zweites Album „The New Gipsy Sound“ heißt.

Auch, weil die Besetzung ihres Quartetts untypisch ist. Ihre Begleiter sind keine Sinti, sondern Peter Cudek, einer der versiertesten und variabelsten Bassisten der süddeutschen Szene, und Guido May, ein international renommierter Schlagzeuger, der vor allem im schweren Groove seine Heimat hat und seit vielen Jahren als Drummer von Pee Wee Ellis am Erbe von James Brown mitstrickt.

Auf „The New Gipsy Sound“ geht es vor allem zurück nach Frankreich.

David Weiss Akkordeon
Danino Weiss Piano
Peter Cudek Bass
Guido May Drums

Special Guests:

Stochelo Rosenberg Gitarre
Biréli Lagrène Gitarre
Hono Winterstein Gitarre
Wolfgang Lackerschmid Vibraphone

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Hier geht’s zur Musik: THE NEW GIPSY SOUND– DAVID UND DANINO WEISS QUARTETT

Künstlerwebseite: https://ddweiss.com/

 

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Happy Release Day: Heute MYRIAD von Chris Gall & Bernhard Schimpelsberger

Das Duo als die kleinst mögliche Bandbesetzung. Zugleich aber auch eine der Schwierigsten. Denn der öffentliche Dialog offenbart die Persönlichkeit und das Können der Beteiligten schonungslos und in sämtlichen Facetten. Alles ist hörbar, jedes Versehen, jede Verunsicherung beeinflusst das Projekt, gibt ihm eine ungewollte Richtung. Zugleich bedeutet das Duospiel im Jazz aber auch Herausforderung und Abenteuer. Sich auszuprobieren, musikalisch und individuell Reibung zu erzeugen, ohne den Faden zum Partner zu verlieren, ist nun einmal das Wesen des Jazz. Es gilt im Dialog Gemeinsamkeiten, sowie auch Unentdecktes, bisher Verborgenes zu ertasten und beides tolerabel in die eigenen musikalischen Betrachtungsweisen einzubauen. Dieses (auch psychologische) Feingefühl ist eine hohe Kunst.

Chris Gall und Bernhard Schimpelsberger beherrschen diese Kunst grandios. Der Pianist und der Perkussionist suchen auf den 10 Titeln des Albums „Myriad“ nach einem musikalischen Ausdruck, der eben jenes erwähnte Übereinstimmende und Abweichende miteinander ins Verhältnis bringt.

Chris Gall Piano
Bernhard Schimpelsberger Percussion

Mehr Informationen gibt’s hier:
https://www.glm.de/produkt/chris-gall-bernhard-schimpelsberger-myriad/

Ein Video gibt’s hier https://youtu.be/ULOSCsFpSuU?t=1

Die Musik zum Reinhören und Bestellen in allen Formaten: Vinyl, CD, Download oder Streaming https://smarturl.it/gallschimpelsberger

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Happy Release Day: Heute GISMO GRAF TRIO – A TRIO’S DECADE

Andere bekommen zur Volljährigkeit ihren Führerschein überreicht, der Gitarrist Gismo Graf bekam zu dem Anlass eine Band, die seinen Namen trägt: Am 1. Oktober 2010, seinem 18. Geburtstag, fand beim Gitarrenfestival in Wehr das erste Konzert des Gismo Graf Trios statt. Nicht dass Graf da nicht schon reichlich Erfahrung gesammelt hätte: Mit sechs lernte das Gitarrenspiel, unter Anleitung seines Vaters Joschi, selbst ein exzellenter, renommierter Gypsy-Gitarrist und Mitbegründer des Zigeli Winter Quintetts. Mit zwölf hatte Gismo dann die ersten öffentlichen Auftritte in der Band seines Vaters, mit 16 kam die erste eigene Band 16 Gypsy Strings. Schon mit der machte sich Gismo einen Namen als zukünftiger Star-Gitarrist des Gypsy Swing, als einer, der den Gypsy Jazz in ein neues Gewand kleiden und so in die heutige Zeit transportieren kann – nur folgerichtig also, dass dieser Name dann im Bandnamen stehen durfte.

Liest man das Datum des ersten Auftritts genau, sieht man, dass die Band heuer ins zehnte Jahr ihres Bestehens geht. Grund genug, diese Zeit Revue passieren zu lassen, in der sich das Gismo Graf Trio einen festen Platz in der Gypsy-Jazz-Szene und Graf selbst einen Spitzenrang unter den Sinti-Gitarristen in der Tradition Django Reinhardts erspielt hat: Mit dem Album „A Trio’s Decade“ – bereits das fünfte der Band – wird dieses Jubiläum nicht nur gefeiert, es präsentiert auch den eigenen, modernen Stil, den Graf in dieser Zeit entwickelt hat, und wirft ein Schlaglicht auf das, was noch alles kommen könnte. Denn der immer noch erst 28-jährige Stuttgarter hat sich längst vom klassischen Hot-Jazz-Kanon emanzipiert und geht innerhalb des Genres seinen eigenen zeitgemäßen Weg.

Mehr Informationen gibt’s hier: https://www.glm.de/kuenstler/gismo-graf-trio/

Gismo Graf guitar
Joschi Graf rhythm guitar
Joel Locher bass

Gismos jüngere Schwester Cheyenne Graf begleitet das Trio auf drei Songs und sorgt mit ihrer einprägsamen Stimme für eine weitere Farbe auf dem so bunten Album. 

Die Musik zum Reinhören und Bestellen https://smarturl.it/gismografdecade
Ein Video gibt’s hier: https://youtu.be/QVVtdyb32-w

Artistsite: https://gismograf.de/