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Elahi (feat. Ali El Helbawy) – Diwan Cafe

Die Idee von Diwan Cafe :  Cairo Steps Bandmitglieder in DE und Ägypten konnten sich während des Lockdowns nicht sehen und sich nur virtuell treffen ..

Deshalb haben sie sich ein virtuelles Cafe eröffnet , wo Sie sich jeden Freitag treffen und Ideen , Gedanken, News zwischen den beiden Ländern austauschen. Am Ende des Treffens , hat einer der Solisten Musik allein auf seinem Instrument gespielt…

Diese Aufnahmen waren so schön und dienten als Dokumentation der Corona Zeit für die Band. Das hat Basem Darwisch  auf der Idee gebracht, diese Solomomente zu veröffentlichen. Es sind Soloinstrumentenauftritte mit einem One Take  einmalige Aufnahme ohne Verbesserungen, damit es authentisch bleibt ..

Diwan Cafe soll das Publikum zum Nachdenken und Meditieren anregen.

 

Die erste Veröffentlichung von Diwan Cafe: Elahi (feat. Ali El Helbawy) 

Elahi ist aramäisch und bedeutet “Mein Gott”. Im Alten Testament findet sich Elahi nur in den Büchern Esra und Daniel.

Ali El Helbawy ist einer der wichtigsten Sufi-Sänger im Nahen Osten, geboren im August 1977 im Gouvernorat Qalyubia. Er ist der Sohn des berühmten Scheichs Mohamed El-Helbawi. Ali nahm an vielen Solokonzerten und mit internationalen Bands Cairo Steps / Quadro Nuevo im Kairoer Opernhaus und in der Bibliothek von Alexandria, München, Hamburg, Berlin, Paris usw. teil. Er hatte auch eine filmische Beteiligung an dem berühmten Film Al Muled und Das Mikrophon, wo er den Best Song Award für das Lied Mersal Habibi gewann.

Zur Musik: glm.lnk.to/Elahi

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Zwei weitere Titel aus den Secret Recordings von Quadro Nuevo

Secret Recordings von Quadro Nuevo

Quiereme

 Hier eine Aufnahme aus dem Jahre 2002, in der man Quadro Nuevo in einer seltenen Kombination mit dem kolumbianischen Sänger Jaime Liemann, der bei einigen Konzerten der Band sang und leider allzu früh verstarb:

Jaime Liemann          vocal
Mulo Francel             alto clarinet
Robert Wolf               guitar
Andreas Hinterseher  accordion
D.D. Lowka               double bass

Quiereme bedeutet „Liebe mich“.

Saxophonist und Klarinettist Mulo Francel von Quadro Nuevo berichtet:

„In den frühen 90er Jahren reiste ich viel durch Südamerika. Eine besonders schöne Stadt war Cartagena de Indias an der Karibikküste Kolumbiens. Die Stimmung dort erinnerte mich sehr an die Romane des großen Gabriel García Márquez, dessen Leben sehr mit der Stadt verbunden war. Ich verschlang seinen Roman Hundert Jahre Einsamkeit („Cien años de soledad“), der in meiner Vorstellung hier in den Gassen und Plätzen angesiedelt war.

Jeden Abend ging ich in ein Café um zu lesen, die Leute auf dem Platz davor zu beobachten und Musik zu hören. Ein Lied lies mich aufmerksam aufhorchen, weil mich die Melodie berührte.

Der Wirt kannte nur die erste Textzeile und meinte der Sänger auf der Aufnahme hieße Hugo, den Nachnamen hätte er leider vergessen. Es gab noch kein Internet. So blieben diese Informationen das einzige was ich zu diesem Lied in Erfahrung bringen konnte. Aber mir half, dass ich mich an Tonfolgen gut erinnern kann.

Ich zahlte und ging schnurstracks in mein Hotelzimmer, wo ich begann das Gehörte in Notenschrift zu notieren.

Einige Jahre später traf ich in München einen Sänger (Jaime Liemann), der aus Kolumbien stammte. Beiläufig fragte ich ihn nach Quiereme und sang ihm die Melodie vor. Was für ein Glück. Er kannte das Lied aus seiner Heimat.“

Zur Musik: glm.lnk.to/Quiereme

 

AFFACCETE NUNZIATA

AFFACCETE NUNZIATA ist eine Canzone Romana aus dem späten 19. Jahrhundert, ein Liebeslied der italienischen Hauptstadt Rom. Der Komponist ist Antonio Guida.

Quadro Nuevo nahm AFFACCETE NUNZIATA im Oktober 2008 während einer Umrundung des Schwarzen Meeres in Istanbul auf. Der mitreisende Toningeneur lieh sich in der türkischen Metropole passendes Recording-Equipment aus und die Hotelzimmer der Musiker wurden kurzfristig zum Tonstudio umgebaut.

 

 

Robert Wolf                      Gitarre
Mulo Francel                    C-Melody Sax
Andreas Hinterseher        Akkordeon
D.D. Lowka                       Bass

Hier gehts zur Musik: https://smarturl.it/Affaccetenunziata

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Happy Release Day: STOCHELO ROSENBERG & JERMAINE LANDSBERGER – Gypsy Today

Die Kombination des avantgardistischen Pianisten Jermaine Landsberger mit dem weiterstrebenden Reinhardt-Erben Stochelo Rosenberg musste fast zwangsläufig unter respektvoller Bewahrung seiner Qualitäten den Hot Jazz in die Gegenwart katapultieren: „Gypsy Today“ eben. Oder wie es Rosenberg formuliert: „Ich bin kein Modern Jazz-Gitarrist, ich denke mehr im Geist des späten Django Reinhardt aus dem Jahr 1953. Aber ich glaube, dass es Zeit ist, diese Musik in eine andere zu transportieren – ins Jahr 2020. Das wäre, betrachtet man seine eigene Entwicklung von den Dreißigern bis in die Fünfziger, sicher ganz im Sinne Djangos gewesen.“

Die besondere Note aber bekommt „Gypsy Today“ durch den Gaststar, der der Ausgangspunkt von Landsbergers und Rosenbergs Planungen für das Album war: der französische Geiger Didier Lockwood, ein Multistilist und neben Mark Feldman sicher die ragende Gestalt der Jazzvioline. Er war von dem modernen Konzept der beiden überrascht, aber umso mehr erfreut, und spielte mit typischem Elan, technischer Brillanz und improvisatorischer Kreativität schon 2015 die drei von Landsberger geschriebenen Stücke des Albums mit der Band ein. Als Lockwood 2018 überraschend starb, war die Erschütterung bei Rosenberg und Landsberger so groß, dass sie beschlossen, das bereits fertige Album nicht zu veröffentlichen. Zwei Jahre vergingen, alles wurde noch einmal auf den Prüfstand gestellt, eine weitere Studiosession angesetzt, und schließlich das Okay gegeben. So ist „Gypsy Today“ nun nicht nur eine klare Botschaft für die Zukunft des Sinti-Swing, sondern auch ein Vermächtnis des unvergleichlichen Didier Lockwood. Ihm ist von Rosenberg und Landsberger deswegen auch das Album gewidmet.

Zur Musik: https://smarturl.it/GypsyToday

Stochelo Rosenberg guitar
Jermaine Landsberger piano
Didier Lockwood violin
Joel Locher bass
Darryl Hall bass
André „Dede“ Cecarelli drums
Sebastiaan de Krom drums

weitere Infos: https://www.glm.de/kuenstler/stochelo-rosenberg-jermaine-landsberger/

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Eine seltene Aufnahme: Café del Mundo meets Mulo Francel & D.D. Lowka – La Puerta

Inspiration ist die geheimnisvolle Kraft in der Musik. Kommt sie in Fluss, entstehen jene magische Momente, die Musiker und ihr Publikum in ein fesselndes Fluidum ziehen.

So geschehen in der Begegnung der beiden Gitarristen Jan Pascal und Alexander Kilian alias Café del Mundo mit Mulo Francel am Saxofon und seinem kongenialen Partner Didi Lowka am Kontrabass.

Gemeinsam stieg man hinein in schäumend-sinnliche Klangfluten: Flamenco, die Musik des flirrenden Südens. Sie lebt ungebrochen seit vielen tausend Jahren, nostalgisch und zugleich immer aktuell und zeitlos, voller Anmut, Leidenschaft und Kraft. Im Herzen dieser Musik begegnen einander Europa, Afrika und der Orient. Entstanden ist eine inspirierte Musik voller Begegnung.
Eine berührende und lebensfrohe Entdeckungsreise voller spielerischer Brillanz. Traditionelle Flamenco-Rhythmen treffen mitreißende Latinjazz-Impressionen und Tango, charmant präsentiert und nicht ohne eine gehörige Portion Spielwitz.

Hier gehts zur Musik: https://smarturl.it/LaPuerta

Hier gehts zur Playlist der bisher veröffentlichten Titel von Contemplum:

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von open.spotify.com zu laden.

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ESSENZA von JAZZ À LA FLUTE – ISABELLE BODENSEH & LORENZO PETROCCA

Jazz a la flute – Isabelle Bodenseh und Lorenzo Petrocca bilden eines von wenigen Jazz-Ensembles, denen man getrost das Prädikat „einzigartig“ verleihen kann. Sie schaffen aus Flöte und Gitarre ein Universum aus mannigfaltigen Klangfarben und Spielsituationen. Wie es nur Virtuosen können, die zugleich phantasievolle Spontankomponisten sind, bedienen sie sich unbeschwert und von Rollenklischees unvorbelastet scheinbar unbegrenzter Möglichkeiten.

Wie gegensätzlich sind die Biographien! Er, der ehemalige Box-Champion aus dem süditalienischen Crotone, der Stadt des Pythagoras, der musikalische Autodidakt. Sie: die Dozentin und studierte Orchestermusikerin, deren Freiheitsdrang und Improvisationsgabe sie zur Vollblutjazzerin prädestinieren. Doch sie ist Halbfranzösin, die einige Zeit in Kuba verbracht hat. Das romanische Temperament und der romantische Ausdrucksreichtum vereint sie zu einem Duo. Sie spielen nicht nur Jazz-Standards, sondern sie setzen neue Standards vor allem in der Rollenverteilung und im Klangfarbenreichtum. Doch das Album ist kein Demonstrationsobjekt, denn „Lorenzo und ich entdecken alles aus der reinen Spielfreude heraus und nehmen uns Zeit für unseren Sound und unsere Arrangements ohne uns irgendwo zu orientieren“. (Isabelle Bodenseh)

(Auszug aus Text von Marcus Woelfe)

Mehr Informationen hier: https://www.glm.de/kuenstler/jazz-a-la-flute/

Zur Musik: https://smarturl.it/essenzajazzalaflute