Sein aktuelles, neues Klaviertrio mit dem Drummer Donald Edwards und dem Bassisten Darryl Hall ist eine komplette New Yorker Angelegenheit.
Mit diesen Musikern hat Jermaine Landsberger nun ein Album mit weitgehend eigenen Kompositionen eingespielt. Ferner holte er noch Marcel Löffler am Akkordeon, Tony Lakatos am Saxophon und Axel Schlosser an der Trompete hinzu. Als Reminiszenz an den großen Vertreter des Manouche Jazz wählte er für die Aufnahmen auch zwei Titel von Django Reinhardt.
„Mit diesem Album habe ich mir meinen Herzenswunsch erfüllt. In den letzten Jahren hatte ich immer das Verlangen, ein Album mit eigenen Songs und eigener Handschrift aufzunehmen, Musik zu machen, die mir am Herzen liegt, Musik, die meine Gedanken, meine Inspirationen und mein Inneres widerspiegeln. Einen wichtigen Part für dieses Vorhaben trugen Donald Edwards und Darryl Hall mit dazu bei.“ So Landsberger nach Fertigstellung der Aufnahmen.
Als CD erscheint das Album am 11.11.2022 im Handel (EC 615)
Digital und auf allen Streaming-Plattformen werden die Titel erst nach und nach Song für Song veröffentlicht.
Mehr Infos: https://www.glm.de/produkt/jermaine-landsberger-with-heart-and-soul/
Zur Musik: https://glmmusic.de/WithHeartandSoulWE

Das Unerwartete scheint bei ihm immer logisch, schrieb ein Kritiker. Auf „Live in Ottobrunn“ beweist Martial Solal das von der ersten Note an: Nur ein D erklingt da zunächst, das einen erst auf die Folter spannt, bis ein pianistischer Wirbelsturm folgt: expressionistische Disharmonien lösen sich in Blue-Notes auf, Glissandi-Läufe münden in lange ausgehaltene Akkorde, klassische Motive verschmelzen mit Anklängen an die halbe Jazzgeschichte. Alles rhythmisch hochkomplex variiert, ohne je aus der Time zu fallen. Und erst langsam schält sich der Standard heraus, der die melodische Basis liefert: „My Funny Valentine“. Wie unter dem Brennglas zeigt so schon das erste Stück des nun als Doppelalbum dokumentierten Auftritts bei den Ottobrunner Konzerten im Dezember 2018 die ganze hohe Kunst des „führenden französischen Jazzpianisten“, wie es untertreibend im Lexikon steht: Ist der gerade 95 gewordene Martial Solal doch ein Solitär der Jazz-, ja der Musikgeschichte.
music & spirit for the cold season
Ganze Generationen sind inzwischen mit der Inspiration durch Dorothée Kreusch-Jacob aufgewachsen. Viele hätten jetzt statt Inspiration Musik gesagt, ist das doch das eigentliche Metier der renommierten Schriftstellerin, Musikpädagogin, Konzertpianistin und Liedermacherin.
Bereits das titelgebende Wortspiel „Brazilian Blues“ bricht lustvoll mit verhärtet-tradierten Betrachtungsweisen dessen, was brasilianische Musik ist und was der Blues sein darf. Wohlwissend, wie juvenil-beweglich das Wesen der Musik konstant nach neuen Anknüpfungspunkten und Ausdrucksformen sucht, umgehen Stefan Koschitzki und Fabiano Pereira auf ihrem neuen Album „Brazilian Blues Vol. II“ jegliches Phrasendreschen. Die beiden Musiker, Arrangement-Kunsthandwerker und Komponisten begreifen ihr Projekt „Brazilian Blues“ als Vehikel zur ständigen Erweiterung ihrer kollektiven Musikersprache. Es geht dabei um durchweg Respektables: das Suchen und Finden neuer Haltungen und aktueller Sichtweisen auf traditionelle Musikspielweisen wie Blues und Bossa Nova. Dazu muss man die feinen Nuancen beider Spielweisen natürlich erstmal begriffen haben…