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KURZ NACHGEFRAGT: Heute bei JAZZ A LA FLUTE – Isabelle Bodenseh und Lorenzo Petrocca

♪ Für Euer neues Album ESSENZA habt Ihr einige bekannte Standards aufgenommen. Wie kam es zu dieser Auswahl?

♫ Wir haben uns von der spontanen Freude beim Ausprobieren neuer Stücke leiten lassen. Man muss das Stück lieben, um dann im Arrangement Tiefgang und Seele hineinzu bekommen und um dem Stück einen speziellen Sound zu verleihen. Die Flötenkompatibilität und die Eignung als Duostück waren natürlich auch im Fokus. Trotz, oder auch wegen dem Minimalismus im Duo wollen wir eine große Vielseitigkeit und einen differenzierten Sound

♪ Welcher Song ist für Euch das Highlight des Albums?

♫ Lorenzo: Ich kann mich nicht entscheiden!
♫ Isabelle: Ich liebe besonders die Stücke mit Bassquerflöte. Time after time wabert so herrlich mit seinen tiefen Frequenzen durch meinen Körper.

♪ Wird man Euch live sehen können?

♫ Jetzt am 10.10. spielen wir im Birdland in Neuburg an der Donau. Am 28.10. spielen wir im Katakomben Theater im Girardet Haus in Essen, am 31.Januar 2021 wird es wieder im einen Live-Stream aus Live@Mocher’s geben. In diesen Corona-Zeiten ist es aber am besten, man informiert sich immer aktuell über unsere Webseite oder in Facebook.

Die Musik gibt es hier: ESSENZA – JAZZ A LA FLUTE

 

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Noi Due E Il Gatto Caruso – Andreas Hinterseher

Noi Due E Il Gatto Caruso aus der Reihe Yearning Lock Down Songs von Andreas Hinterseher

Wie jeden Tag im frühen Morgengrauen macht sich der stolze Hahn Caruso ans Werk, jeden im unmittelbaren Umkreis aprupt aus dem Bett zu befördern. So auch an jenem Tag im August 2020, als die Band endlich wieder in Richtung Italien aufbrach.
Hin zu dem sagenumwobenen Ort Querceto, auf einem Hügel inmitten eines regelrechten Urwaldes gelegen. Einsam, meditativ, entschleunigend. In eine kreative Atmosphäre voller neuer Ideen, voller neuer Musik, befreit von jeglichem Trubel dieser Welt. Der Akkordeonist und der Trompeter, auf die Reise geschickt vom kleinen aber lauten und ausdauernden Hahn Caruso….

(Andreas Hinterseher)

Zur Musik: glm.lnk.to/caruso

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Elahi (feat. Ali El Helbawy) – Diwan Cafe

Die Idee von Diwan Cafe :  Cairo Steps Bandmitglieder in DE und Ägypten konnten sich während des Lockdowns nicht sehen und sich nur virtuell treffen ..

Deshalb haben sie sich ein virtuelles Cafe eröffnet , wo Sie sich jeden Freitag treffen und Ideen , Gedanken, News zwischen den beiden Ländern austauschen. Am Ende des Treffens , hat einer der Solisten Musik allein auf seinem Instrument gespielt…

Diese Aufnahmen waren so schön und dienten als Dokumentation der Corona Zeit für die Band. Das hat Basem Darwisch  auf der Idee gebracht, diese Solomomente zu veröffentlichen. Es sind Soloinstrumentenauftritte mit einem One Take  einmalige Aufnahme ohne Verbesserungen, damit es authentisch bleibt ..

Diwan Cafe soll das Publikum zum Nachdenken und Meditieren anregen.

 

Die erste Veröffentlichung von Diwan Cafe: Elahi (feat. Ali El Helbawy) 

Elahi ist aramäisch und bedeutet „Mein Gott“. Im Alten Testament findet sich Elahi nur in den Büchern Esra und Daniel.

Ali El Helbawy ist einer der wichtigsten Sufi-Sänger im Nahen Osten, geboren im August 1977 im Gouvernorat Qalyubia. Er ist der Sohn des berühmten Scheichs Mohamed El-Helbawi. Ali nahm an vielen Solokonzerten und mit internationalen Bands Cairo Steps / Quadro Nuevo im Kairoer Opernhaus und in der Bibliothek von Alexandria, München, Hamburg, Berlin, Paris usw. teil. Er hatte auch eine filmische Beteiligung an dem berühmten Film Al Muled und Das Mikrophon, wo er den Best Song Award für das Lied Mersal Habibi gewann.

Zur Musik: glm.lnk.to/Elahi

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Zwei weitere Titel aus den Secret Recordings von Quadro Nuevo

Secret Recordings von Quadro Nuevo

Quiereme

 Hier eine Aufnahme aus dem Jahre 2002, in der man Quadro Nuevo in einer seltenen Kombination mit dem kolumbianischen Sänger Jaime Liemann, der bei einigen Konzerten der Band sang und leider allzu früh verstarb:

Jaime Liemann          vocal
Mulo Francel             alto clarinet
Robert Wolf               guitar
Andreas Hinterseher  accordion
D.D. Lowka               double bass

Quiereme bedeutet „Liebe mich“.

Saxophonist und Klarinettist Mulo Francel von Quadro Nuevo berichtet:

„In den frühen 90er Jahren reiste ich viel durch Südamerika. Eine besonders schöne Stadt war Cartagena de Indias an der Karibikküste Kolumbiens. Die Stimmung dort erinnerte mich sehr an die Romane des großen Gabriel García Márquez, dessen Leben sehr mit der Stadt verbunden war. Ich verschlang seinen Roman Hundert Jahre Einsamkeit („Cien años de soledad“), der in meiner Vorstellung hier in den Gassen und Plätzen angesiedelt war.

Jeden Abend ging ich in ein Café um zu lesen, die Leute auf dem Platz davor zu beobachten und Musik zu hören. Ein Lied lies mich aufmerksam aufhorchen, weil mich die Melodie berührte.

Der Wirt kannte nur die erste Textzeile und meinte der Sänger auf der Aufnahme hieße Hugo, den Nachnamen hätte er leider vergessen. Es gab noch kein Internet. So blieben diese Informationen das einzige was ich zu diesem Lied in Erfahrung bringen konnte. Aber mir half, dass ich mich an Tonfolgen gut erinnern kann.

Ich zahlte und ging schnurstracks in mein Hotelzimmer, wo ich begann das Gehörte in Notenschrift zu notieren.

Einige Jahre später traf ich in München einen Sänger (Jaime Liemann), der aus Kolumbien stammte. Beiläufig fragte ich ihn nach Quiereme und sang ihm die Melodie vor. Was für ein Glück. Er kannte das Lied aus seiner Heimat.“

Zur Musik: glm.lnk.to/Quiereme

 

AFFACCETE NUNZIATA

AFFACCETE NUNZIATA ist eine Canzone Romana aus dem späten 19. Jahrhundert, ein Liebeslied der italienischen Hauptstadt Rom. Der Komponist ist Antonio Guida.

Quadro Nuevo nahm AFFACCETE NUNZIATA im Oktober 2008 während einer Umrundung des Schwarzen Meeres in Istanbul auf. Der mitreisende Toningeneur lieh sich in der türkischen Metropole passendes Recording-Equipment aus und die Hotelzimmer der Musiker wurden kurzfristig zum Tonstudio umgebaut.

 

 

Robert Wolf                      Gitarre
Mulo Francel                    C-Melody Sax
Andreas Hinterseher        Akkordeon
D.D. Lowka                       Bass

Hier gehts zur Musik: https://smarturl.it/Affaccetenunziata

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Happy Release Day: STOCHELO ROSENBERG & JERMAINE LANDSBERGER – Gypsy Today

Die Kombination des avantgardistischen Pianisten Jermaine Landsberger mit dem weiterstrebenden Reinhardt-Erben Stochelo Rosenberg musste fast zwangsläufig unter respektvoller Bewahrung seiner Qualitäten den Hot Jazz in die Gegenwart katapultieren: „Gypsy Today“ eben. Oder wie es Rosenberg formuliert: „Ich bin kein Modern Jazz-Gitarrist, ich denke mehr im Geist des späten Django Reinhardt aus dem Jahr 1953. Aber ich glaube, dass es Zeit ist, diese Musik in eine andere zu transportieren – ins Jahr 2020. Das wäre, betrachtet man seine eigene Entwicklung von den Dreißigern bis in die Fünfziger, sicher ganz im Sinne Djangos gewesen.“

Die besondere Note aber bekommt „Gypsy Today“ durch den Gaststar, der der Ausgangspunkt von Landsbergers und Rosenbergs Planungen für das Album war: der französische Geiger Didier Lockwood, ein Multistilist und neben Mark Feldman sicher die ragende Gestalt der Jazzvioline. Er war von dem modernen Konzept der beiden überrascht, aber umso mehr erfreut, und spielte mit typischem Elan, technischer Brillanz und improvisatorischer Kreativität schon 2015 die drei von Landsberger geschriebenen Stücke des Albums mit der Band ein. Als Lockwood 2018 überraschend starb, war die Erschütterung bei Rosenberg und Landsberger so groß, dass sie beschlossen, das bereits fertige Album nicht zu veröffentlichen. Zwei Jahre vergingen, alles wurde noch einmal auf den Prüfstand gestellt, eine weitere Studiosession angesetzt, und schließlich das Okay gegeben. So ist „Gypsy Today“ nun nicht nur eine klare Botschaft für die Zukunft des Sinti-Swing, sondern auch ein Vermächtnis des unvergleichlichen Didier Lockwood. Ihm ist von Rosenberg und Landsberger deswegen auch das Album gewidmet.

Zur Musik: https://smarturl.it/GypsyToday

Stochelo Rosenberg guitar
Jermaine Landsberger piano
Didier Lockwood violin
Joel Locher bass
Darryl Hall bass
André „Dede“ Cecarelli drums
Sebastiaan de Krom drums

weitere Infos: https://www.glm.de/kuenstler/stochelo-rosenberg-jermaine-landsberger/